Gute Mutter – schlechte Mutter?! Wie Du die Selbstzweifel wirklich los wirst

Gute Mutter – schlechte Mutter?! Wie Du die Selbstzweifel wirklich los wirst

Ich gebe mein Bestes – zumindest fast…
also manchmal… oder nur noch selten?!

Kennst Du diese furchtbaren Zweifel, das Gefühl keine gute Mutter zu sein? Das Gefühl, dass sich das Mamasein nur noch nach Druck anfühlt, statt nach Erfüllung und bedingungsloser Liebe? Kennst Du das, dass Du nicht mehr weißt, was Du zuerst tun sollst? An allen Seiten wird an Dir gezerrt und Du hast das Gefühl niemandem mehr gerecht zu werden? Und irgendwie scheint auch niemand zu sehen was Du da täglich leistest?

Und Du bist so verdammt müde, weil Du seit Monaten keine Nacht mehr durch geschlafen hast und nicht mehr selbst bestimmen kannst, wann Du schlafen möchtest und wann Du aufstehen möchtest. 

Du bist gereizt, genervt und ungeduldig und kannst Dich deshalb irgendwie selbst nicht mehr leiden.

Vielleicht warst Du während Deines Kinderwunsches fest davon überzeugt eine gute Mutter zu werden? Und bist jetzt einfach nur enttäuscht von Dir selber?

Um Dich herum bekommen Familien bereits das dritte Kind und scheinen alles irgendwie entspannt zu händeln, während Du Dich manchmal heimlich nach der Zeit ohne Kind/er zurück sehnst?

Ich habe mal, als ich selbst noch völlig überfordert war, eine Mutter von drei Kindern gefragt: “Wie machst Du das? Was tust Du, wenn alle drei gleichzeitig schreien?”  

Ihre Antwort war ein sehr entspanntes: “Das passiert eigentlich nie” und ich fragte mich:

Was läuft falsch bei uns?

Was mache ICH falsch, dass bei uns gefühlt ständig beide Kinder gleichzeitig schreien? …und nicht nur das! Dass ich dann auch beginne zu schreien und es aus unserer Wohnung manchmal klingt, als wären wir eine “Brennpunkt-Familie”. Und das, obwohl ich bindungsorientiert begleiten wollte. Obwohl in der Theorie alles so logisch und einfach klang. Obwohl ich das als Übungsleiterin bei fremden Kindern immer konnte: verständnisvoll und einfühlsam sein, offen und sensibel für kindliche Bedürfnisse. 

Diese Selbstvorwürfe und Selbstzweifel schwächten mich noch mehr.

Ich fühlte mich unfähig und hilflos. Wir steckten fest in einem Teufelskreis

Je ungeduldiger ich war, desto unzufriedener waren unsere Kinder und so schaukelte sich vor allem in Situationen, in denen Zeitdruck herrschte, die Situation regelmäßig hoch. Oder abends, wenn ich gern einfach meine Ruhe gehabt hätte… Meine Unruhe bewirkte das Gegenteil. Klammernde Kinder, die partout nicht einschlafen wollten und irgendwie waren alle unglücklich.

Irgendwann wurde mir klar:

Ich kann keine gute Mutter sein, die ihre Kinder bedürfnis- und bindungsorientiert begleitet, wenn ich mir selbst nicht zuhöre. Wenn ich mich selbst nicht ernst nehme, sondern mich nur verurteile für meine Wut und Unruhe. 

Ich brauche ein Verständnis dafür, was in mir getriggert wird, wenn ich wütend werde und ich brauche Zeit, in der ich mein Gedankenkarussell anhalte. Zeit, in der ich nicht an das nächste TODO denke, sondern nur bei mir bin. 

Nur dann kann ich auch offen sein für Antworten, die kommen, wenn ich mich frage: was mache ich falsch? Warum kann ich das Mamasein nicht mehr genießen?

Denn der Satz: „Du tust das Beste, was Du gerade kannst”, der eigentlich stärken soll, führt im Endeffekt nicht weiter. Er verhindert eine echte Reflektion und Weiterentwicklung.

Ich bin absolut dafür, dass man sich selbst wertschätzt! Aber ich glaube das passiert viel authentischer und hilfreicher, wenn ich sage:

“Ja, ich bin gerade unausstehlich und das schadet meinen Kindern langfristig, wenn ich jetzt nichts ändere!
Aber ich bin bereit das zu ändern und zu lernen mich selbst zu verstehen und für mich zu sorgen, damit ich wieder zu einem gesünderen Umgang kommen kann”.

Es ist ok und menschlich phasenweise “keine gute Mutter” zu sein

Das sollten wir dann auch nicht schön reden, sondern uns durch ehrliche Reflektion die Chance zur Heilung geben! 

Wenn es sich für Dich im Moment so anfühlt als wäre jede weitere Aufgabe, jede weitere Erwartung untragbar und als würdest Du Dich am liebsten verkriechen, statt jetzt auch noch Selbstreflektion zu betreiben, lege einmal Deine Hände auf Deinen Bauch. Atme tief ein und sage innerlich oder laut zu Dir: “Ich bin im Moment in Not und viele meiner persönlichen Ressourcen sind verschüttet, doch tief in mir existieren sie noch: die Liebe und Kraft und ich möchte JETZT diese Liebe und Kraft wieder spüren. Ich schaffe das! Ab heute werde ich mich selbst pflegen, für MICH, für unsere Kinder und all meine Lieben.” Und wenn Du magst, streiche liebevoll über Deinen Körper oder Dein Gesicht.

Du lebst JETZT! Verschiebe Dein Glück und Deine Gesundheit nicht auf später.

Gute Mutter in Balance

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Meine liebe Bloggerkollegin Britta oder auch Frau Freigeist hat in dieser Woche auch einen Artikel zum selben Thema geschrieben. Vielleicht hast Du Lust auch bei ihr einmal vorbei zu schauen: https://www.fraufreigeist.de

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Anna

    Was für ein ehrlicher, kraftvoller und vor allen Dingen hilfreicher Text für alle Mamas da draußen! Wir müssen alle auf uns achten. Das ist so wichtig ❤️

  2. Gabriele

    So schön ehrlich, so herzlich und so menschlich❤️

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