Warum das Recht auf Selbstbestimmung von Kindern unseren Alltag entstressen kann

Es gab eine Zeit, da habe ich mit unseren Kindern oft in Form von Drohungen gesprochen. "Tust Du dies nicht, bekommst Du das nicht". Wenn sie mich gefragt haben, warum sie etwas tun sollen, habe ich, wenn ich besonders gestresst war, manchmal einfach gesagt: "Weil ich das sage! Eltern sind halt die Chefs im Haus". Eltern als Chefs... das hat leider so gar nichts mit "Team Familie" zu tun. Dieser Umgang hat sich ständig nach Kampf angefühlt, bzw war er das ja auch. Es hat mir total viel Energie gezogen, war es doch eine Art der Kommunikation, die nicht gerade vor Liebe und Zugewandtheit übersprudelt. Und vor allem ignoriert dieser Umgang das Recht auf Selbstbestimmung von Kindern eigentlich komplett. Aber diese Art der Kommunikation mit Kindern erlebe ich wirklich viel. Erwachsenenwelt vs. Kinderwelt Warum ist das so? Der Alltag mit Kindern kann ganz schön anstrengend werden. Die Bedürfnisse von Kindern sind oft so ganz andere, als die der Erwachsenen. Und wenn man Arbeit, Termine, Haushalt und irgendwo noch die eigenen Bedürfnisse im Alltag unter bringen möchte, verliert man als Eltern schnell den Blick und die Sensibilität für die Entwicklungsphasen und Bedürfnisse der Kinder. Wir hetzen durch unseren Alltag und um alles irgendwie zu schaffen, müssen nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Kinder funktionieren... glauben wir. Wie unfassbar anstrengend ist es dann, wenn die Kinder einen ganz anderen Rhythmus haben. Und erst noch etwas fertig machen, etwas bestaunen, gerade wie eine Katze schleichen möchten oder einfach keine Lust haben uns…

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Leichtigkeit im Mama-Alltag: 7 erprobte Schritte

Wünschst Du Dir für Dein Leben mehr Leichtigkeit? Weniger Schwere, Anstrengung, Stress und Unruhe? Im Folgenden beschreibe ich 7 Schritte, die Dir helfen werden zu mehr Leichtigkeit zu finden. Die ersten beiden Schritte sollten zu Beginn stehen, doch alle weiteren Schritte kannst Du in beliebiger Reihenfolge tun. Es wird ganz sicher auch zwischendurch Rückschritte geben. Das ist ok und ist Teil eines Veränderungsprozesses. Ich empfehle Dir die 7 Schritte aufzuschreiben und irgendwohin zu hängen, wo Du sie regelmäßig siehst. Denn sonst wirst Du immer wieder davon abkommen. Es ist wichtig Dir all die Punkte immer wieder bewusst zu machen, weil sie sonst ganz schnell im Alltag unter gehen. Leichtigkeit Schritt 1: 𝓥𝓸𝓻𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓾𝓷𝓰 𝓿𝓸𝓷 𝓛𝓮𝓲𝓬𝓱𝓽𝓲𝓰𝓴𝓮𝓲𝓽 𝓴𝓸𝓷𝓴𝓻𝓮𝓽𝓲𝓼𝓲𝓮𝓻𝓮𝓷 Mache Dir zuerst einmal bewusst, was für Dich Leichtigkeit bedeutet. Wie möchtest Du Dich fühlen? Wie möchtest Du gerne auf Situationen reagieren? Schreibe Dir Dein Ziel auf, als wäre es bereits eingetreten. Verwende positive Formulierungen. Also statt "Ich bin nicht mehr ständig genervt" -> "Ich begegne mir und meinen Mitmenschen mit Wohlwollen und Verständnis". Hier ein paar weitere Beispiele: ⭐️ Ich stehe morgens mit einem Gefühl der Freude und Unbeschwertheit auf ⭐️ Ich fühle mich wohl in meinem Körper ⭐️ Ich bin dankbar für die täglichen Herausforderungen, an denen ich wachsen kann ⭐️ Ich genieße die Einschlafbegleitung meiner Kinder, fühle mich ruhig und ganz im Moment ⭐️ Ich achte das Recht auf Selbstbestimmung meiner Kinder und kann loslassen von festgefahrenen Vorstellungen (Wenn Du Dich an dieser Stelle fragst: "Was soll das jetzt bedeuten?" ...In der…

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Wut: Warum sie wichtig ist und wie Du verhinderst, dass Du von Aggressionen überwältigt wirst

Mama-Wut. Immer noch ein Tabuthema, oder?! Bist Du auch manchmal so furchtbar wütend? Könntest ausrasten oder tust es vielleicht sogar? Wusstest Du, dass es vielen Mamas so geht? Ich fühlte mich lange Zeit allein mit dieser Wut. Die war natürlich auch schon da, bevor ich Kinder hatte. Das erste Mal verwundert festgestellt, dass auch andere Frauen wütend sind, habe ich mit ungefähr 23 Jahren. Das hat mich schon ein bisschen erleichtert, weil ich wirklich dachte, meine Gefühle seien nicht normal und vor allem absolut inakzeptabel. Dass man wütend auf seine eigenen Kinder sein kann, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen. Umso erschrockener war ich, als mich als Mutter auf einmal regelrechte "Wut-Tornados" erfassten. Ich wollte die Wut weg haben! Und habe mich so danach gesehnt ein total ausgeglichener, gelassener Mensch zu sein. Als ich stark mit meiner Wut zu kämpfen hatte, gab es das Buch "Mama, nicht schreien" leider noch nicht, was ja mittlerweile sehr bekannt ist. Ich habe mich also allein gefühlt mit diesem Thema und mich geschämt. Warum sollten wir die Wut annehmen, statt sie abzulehnen? Natürlich ist es wichtig darauf zu achten, dass Wut nicht Deinen Alltag dominiert, aber sie ist Teil des Lebens. Sie gehört dazu. Genauso wie Freude, Glück, Liebe, Angst, Trauer, Scham usw. Wut und Aggression haben sogar einen Sinn. Ich finde das Wort "Aggression" klingt furchtbar! Es klingt nach Zerstörung. Doch was ist Aggression eigentlich? Bei Wikipedia findet man als Definition: "Sie ist ein biologisch in Tieren und Menschen verankertes Verhaltensmuster zur Verteidigung…

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Gefühle: Warum es als Eltern besonders wichtig ist sich seiner Gefühle bewusst zu sein

Die eigenen Kinder triggern die komplette Gefühlspalette. Nicht nur Gefühle wie Freude, Dankbarkeit und Liebe, sondern auch zum Teil starke Wut. Dass man mal genervt ist von seinen Kindern, kann man sich, bevor man Eltern wird, noch gut vorstellen. Aber, dass im Zusammensein mit unseren Kindern auch sehr negative Gefühle zutage kommen können, ist eigentlich unvorstellbar, bevor man es nicht selbst erlebt hat. Doch Schuld oder verantwortlich sind unsere Kinder niemals für unsere negativen Gefühle! Sie legen ihre kleinen Finger genau in die Wunden, die wir lange versucht haben zu verstecken. Wenn wir da nicht ehrlich hinschauen können und uns die Trennung von Auslöser, Ursache und Gefühl nicht gelingt, werden sowohl wir selber, als auch unsere Kinder darunter leiden. Deshalb: Werde Dir Deiner Gefühle bewusst! Werde Dir bewusst über Deine Vergangenheit, Deine Ängste, Blockaden und Erwartungen. Hast Du zum Beispiel in Deiner Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass Deine Grenzen nicht respektiert wurden, kann ein ganz natürliches kindliches Verhalten Dich völlig wahnsinnig machen. Der Schmerz über die Grenzüberschreitung der Vergangenheit wird dann in Situationen ausgelöst, in denen Dein Kind Deine Grenze nicht achtet. Bist Du Dir nun Deiner Erfahrungen der Vergangenheit nicht bewusst, kann es passieren, dass Du in diesem Moment all Deinen unverarbeiteten Schmerz über Deinem Kind ausschüttest. Die Reflexion und Erkenntnis ist die wichtigste Grundlage, um mit Deinen Gefühlen sozialverträglich umzugehen. Vielleicht trägst Du durch negative Erfahrungen Deiner Vergangenheit auch ein Gefühl von Ohnmacht oder Unterlegenheit mit Dir herum. Das kann dazu führen, dass Du ein übersteigertes Macht- und…

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5 Tipps: Haushalt vereinfachen mit Routinen

Wie bereits in meinem Beitrag Rituale und Routinen: Warum sie Deinen Alltag entstressen angekündigt, kommt hier heute der wunderbare Beitrag von Diana von www.mami-schafft-ordnung.de über Routinen im Haushalt: Routinen vereinfachen deinen Alltag - und deinen Haushalt! Eine Routine im Haushalt sorgt dafür, dass du fast wie auf Autopilot aufräumst, putzt und kochst. Und wenn du eine Haushaltsroutine entwickelt hast, die so richtig gut läuft, hast du so viel mehr freie Zeit für dich oder deine Familie. Daher habe ich dir heute meine 5 besten Tipps mitgebracht, wie du mit Routinen in deinem Haushalt startest. Tipp Nr. 1: Finde die passende Routine für DEINEN Alltag Wir tendieren sehr häufig dazu, uns Routinen bei anderen abschauen zu wollen. Gegen ein bisschen Inspiration und Tipps ist auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Das Problem ist nur: Die eigene Situation, der eigene Alltag ist immer so individuell, dass die Routinen anderer Leute nicht zwangsläufig da rein passen. Wenn du dich also bei anderen inspirieren lässt, dann prüfe immer, ob das für dich passt. Und wenn es nicht passt, dann liegt es nicht an dir! Dann hast du einfach noch nicht die richtige Routine gefunden. Tipp Nr. 2: Stelle fest, was bereits funktioniert und was nicht Schreibe dir auf, welche Routinen du schon hast. Wie funktionieren die aktuell für dich? Was nicht gut funktioniert kannst du versuchen zu optimieren oder ganz weg zu lassen und stattdessen etwas Neues zu probieren. Es macht keinen Sinn, sich durch unpassende Routinen durchzuquälen. Klar, Putzen macht nicht unbedingt Spaß. Aber wenn…

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Rituale für Kinder: 7 Ideen für einen entspannteren Tag

Rituale geben Kindern Sicherheit, erleichtern Übergänge und können den Tag wunderbar entstressen. Deshalb bekommt Ihr hier 7 Ideen für Rituale für Kinder. Ritual-Idee Nr. 1: Aufstehen mit Musik Schalte morgens zum Aufstehen ein fröhliches Lied an oder singe während Ihr aufsteht. Singen ist total gesund und macht glücklich. Sofern Du dabei den selbstkritischen Blick abschaltest. :-) Das muss nicht glockenklar klingen, sondern darf einfach Spaß machen. Toll dafür finde ich zum Beispiel das Lied "Heut` wird ein schöner Tag" aus "Die 30 besten Kinderlieder mit Klassikmelodien" von Simone Sommerland, Karsten Glück und den Kita-Fröschen. (unbezahlte Werbung). Mit den Liedzeilen "Sieh Dir die Wolken an, mach Dich ganz groß und dann streck Deine Finger. Kannst Du sie berühr`n?" kann man ganz toll zum Aufstehen, Rekeln und Strecken motivieren. Ritual-Idee Nr. 2: Checklisten für Morgen-und Abendroutine Ein Ritual, welches uns extrem geholfen hat, waren Checklisten für die Morgen- und Abendroutine. Ich habe Bilder, die das Aufstehen, Anziehen, Zähneputzen etc darstellen auf einen Pappstreifen geklebt und die Kinder durften dann eine Wäscheklammer immer weiter klippen, wenn sie zum nächsten Punkt übergehen. Unsere Tochter hatte lange morgens eine furchtbare Laune und wollte partout nicht angezogen werden. Diese Checklisten haben die Stimmung und ihre Bereitschaft sich anziehen zu lassen ganz stark verbessert. Hier bekommst Du meine erste Version für solche Checklisten. Ich bin keine Grafikerin oder Zeichnerin, deshalb ist diese Checkliste auch ganz nach dem Motto "perfekt unperfekt" entstanden :-) Bisher gibt es nur eine weiße Mädchenversion. Um wenigstens ein bisschen Diversität rein zu bringen,…

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Rituale und Routinen: Warum sie Deinen Alltag entstressen

Rituale und Routinen? Ich muss weg. Wie langweilig und unflexibel ist das denn bitte? Ich bin spontan, kreativ und anpassungsfähig! Und ich habe überhaupt keine Lust mich in eine langweilige Kiste stopfen zu lassen, in der ich Tag ein Tag aus hocken soll. Immer das Gleiche machen, alles durchplanen? Das ist nichts für mich! Dachte ich mal... Gleichzeitig fühlte ich mich ziemlich oft unsicher und überfordert von all den Entscheidungen, Möglichkeiten, TODO`s und Herausforderungen. Ich war oft müde und fühlte mich erschlagen von all dem, was ich tun musste. Vor allem im Haushalt. Ein Teil von mir sehnte sich schon lange nach einer haltgebenden Struktur... Immer mehr versuche ich deshalb mittlerweile Routinen in meinen Alltag zu integrieren. Denn es braucht beides! Eine abwechslungsreiche Umgebung wie auch Routinen. Also: Herzlich Willkommen, Ihr Rituale und Routinen, in meiner kreativen Chaoswelt! :-) Das Gehirn befindet sich während einer Routine im Entspannungmodus Im vollgestopften Mama-Alltag mit all den Herausforderungen und Anforderungen, die an uns gestellt werden oder, die wir selbst an uns stellen, ist Entspannung etwas, das oft viel zu kurz kommt. Deshalb: Her mit den Routinen für mehr Entspannung! Rituale und Routinen machen den Alltag übersichtlicher und weniger chaotisch. Nicht nur für Kinder, auch für uns Erwachsene. Ohne Routinen und Gewohnheiten wäre unser Gehirn hoffnungslos überfordert. Sie sparen wertvolle Energie und entlasten. Unsere tägliche Entscheidungsfähigkeit ist nämlich tatsächlich begrenzt. Jede Entscheidung kostet Energie. Deshalb ziehen Mark Zuckerberg, Barack Obama und viele andere erfolgreiche Menschen zum Beispiel fast jeden Tag das Gleiche an. Sie…

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Team Eltern: Wie gleichberechtigte Aufgabenverteilung gelingen kann

"Alles muss ich alleine machen! Du kümmerst Dich um nichts!" Manchmal fühlt es sich als Mutter so an, als laste irgendwie alles auf einem alleine. So viel Verantwortung rund um Kinder und Haushalt und ständige Verfügbarkeit. Am liebsten würden wir unserem Partner manchmal abends einfach alles vor die Füße knallen und sagen: “Hier, jetzt bist Du dran! Du kannst auch MAL was machen.” An einigen Abenden tun wir das sogar. Dann entflammt meist eine Diskussion wer die belastendere Tätigkeit ausübt. Vorwürfe fliegen durch den Raum und wir fühlen uns ungerecht behandelt und unverstanden. Die Fronten verhärten sich. Und eigentlich geht es uns danach noch schlechter als vorher. Wenn wir auf unsere Männer nur mit Vorwürfen und Forderungen zugehen, ist es ganz menschlich, dass sie abblocken. Es ist auch menschlich, wenn wir wütend werden, weil wir uns ungerecht behandelt fühlen, weil wir erschöpft sind und uns damit allein gelassen fühlen. Doch diese Wut bringt uns nicht weiter. Also, was können wir tun? Perspektivwechsel Wir wollen doch nur Verständnis erhalten. Aber verstehen wir eigentlich unseren Partner? Was wir Mamas in solchen Situationen oft vergessen ist, dass auch Männer heutzutage einiges leisten. Und vor allem, dass auch Männer Blockaden, Ängste, Sorgen und Unzulänglichkeiten haben. Meistens reden sie nur nicht so darüber. Auch die Anforderungen an Männer sind gestiegen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag sollen sie oft direkt übernehmen. Sie sollen ihre Frau entlasten, sensibel auf ihre hormonellen Kapriolen eingehen, ausgelassen mit den Kindern spielen, ein offenes Ohr für Frau und Kinder haben, offen sein für neue…

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Loslassen: Warum es manchmal so verdammt schwer ist und wie Du es trotzdem schaffst

Alte Verletzungen können uns über Jahre belasten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir lernen loszulassen. In diesem Artikel geht es darum alte Verletzungen aus der Vergangenheit loszulassen, um wieder mehr Kraft für den (Mama-)Alltag zu haben. In meinem Artikel "Vergebung: Warum sie für Dein Wohlbefinden wichtig ist und wie Du es schaffst zu vergeben" geht es darum mit der Vergangenheit Frieden zu schließen. Was ein wichtiger Schritt ist, um loslassen zu können. Doch es kann sein, dass Du es trotzdem nicht schaffst Dich von einem negativen Erlebnis zu lösen. Welche wichtigen Aspekte das Loslassen blockieren können und wie Du sie nutzt, um loszulassen, liest Du in diesem Blogartikel. Loslassen durch Annehmen Mit der Vergangenheit Frieden zu schließen beinhaltet natürlich bereits diese auch anzunehmen. Trotzdem möchte ich hier noch einmal näher auf das Thema Annehmen eingehen. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. (Jedenfalls nicht in der "objektiven Realität". Weiter unten gehe ich auf eine Technik ein, mit der Du negative Erinnerungen verändern kannst) Aber zunächst, mache Dir bewusst: Was passiert ist, ist passiert. Nun hast Du die Chance Deinen Umgang damit zu ändern. Wenn Du etwas bekämpfst, weil Du es los werden willst, wird es an Dir haften. Weil Du dann Deine ganze Aufmerksamkeit und Energie in diese Richtung lenkst. Deshalb geht der Weg des Loslassens immer über das Annehmen. Annehmen heißt dabei nicht "gut heißen", sondern einfach dieses Erlebnis als Teil Deines Lebens anzuerkennen. Das ist natürlich ein bisschen tricky. Denn es passiert schnell, dass man entscheidet etwas anzunehmen…

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Vergebung: Warum sie für Dein Wohlbefinden wichtig ist und wie Du es schaffst zu vergeben

Es kann die tägliche kleine Wut über den eigenen Partner, die Schwiegermutter, nervige Nachbarn, andere Mütter, Lehrer oder Erzieher unserer Kinder sein. Oder der jahrelang festsitzende Schmerz über eine alte Verletzung. Beides schwächt uns. Und das ist schon der wichtigste Grund für Vergebung! Ein Teil von Dir ist in dieser Situation gebunden und indem Du sie nicht los lässt und sie vielleicht sogar wieder und wieder anderen Menschen erzählst, erlebst Du die verletztende Situation immer wieder auf`s Neue. Und damit verletzt DU DICH SELBST immer wieder.  Vergebung ist die Befreiung aus der passiven Opferrolle Vergebung klingt irgendwie nicht sexy. Eher verstaubt und vielleicht sogar nach Unterordnung und Passivität. Es kann Angst machen, dass die eigenen Grenzen dadurch an Sichtbarkeit verlieren. Vielleicht denkst Du dabei an: nachgeben, dem anderen das Feld überlassen... Doch Vergebung ist in höchstem Maße aktiv, mutig und stark. Sie ist ein Akt des Willens, der verhindert, dass ein negatives Erlebnis lange Zeit an Dir zerrt und Dir Kraft raubt oder Dich sogar kaputt macht. Damit ist Vergebung also vor allem eine wichtige Bewältigungsstrategie. Wenn Du Wut und Groll jemandem gegenüber empfindest, kann Dich das jahrelang schwer belasten. Viele Menschen entwickeln durch erlebte Verletzungen Depressionen, Angststörungen oder autoaggressives Verhalten. Du quälst Dich selbst mit negativen Gedanken und Gefühlen und gibst damit die Macht über Deine Gefühle an jemand anderen ab. Außerdem binden Rachegefühle Deine Energie in der Vergangenheit und sie fehlt Dir im Hier und Jetzt! Ich stelle hier bewusst nicht die Frage, ob die Person dies "wert…

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