Eltern sein – Paar bleiben: 7 Impulse für den Alltag

Eltern sein – Paar bleiben: 7 Impulse für den Alltag

„Ein Kind würde unser Liebesglück perfekt machen“ In der Theorie klang das wundervoll, oder?! Nach tiefer Verbundenheit und inniger Liebe. Aber, wenn aus einem Liebespaar ein Elternpaar wird, ist auf einmal nichts mehr wie vorher. Unbeschwerte Zweisamkeit weicht ganz viel Verantwortung, schlafarmen Nächten, Sorgen und Ängsten, die man vorher nicht kannte. Wir dürfen uns selbst und den anderen ganz neu kennenlernen. Und das ist viel weniger spannend, als dass es vielmehr zu intensiven Spannungen führt. Deshalb ist die Frage: „Eltern sein – Paar bleiben. Wie funktioniert das?“ eine sehr wichtige Frage. In diesem Blogbeitrag möchte ich Euch 7 Ideen mit auf den Weg geben, die Euch in Eurem Umgang miteinander inspirieren dürfen.

Impuls 1: Schaue einmal nur auf Dich und Deine Rolle als Mutter und Ehefrau/Partnerin

Bevor wir in Beziehung mit anderen gehen, ist es wichtig, dass wir mit uns selbst in Beziehung gehen. Wenn wir selbst in unserer Mitte sind, gestalten sich Beziehungen mit anderen auch deutlich einfacher. Dafür ist es sehr hilfreich, wenn wir uns unserer selbst und unserer Wünsche, Hoffnungen und Ängste bewusst sind.

Schon die Bewusstwerdung kann ganz automatisch Änderungen anstoßen. Vielleicht magst Du Dir ein schönes Notizbuch nehmen und Dir aufschreiben was Dir zu folgenden beispielhaften Fragen einfällt:

  • Was ist mir wichtig? Generell im Leben und in Bezug auf Paarbeziehungen und Familie.
  • Was brauche ich?
  • Was wünsche ich mir? Sowohl für mich persönlich (bezogen auf Beruf, Freizeit, Freundschaften, Geld…), als auch in der Beziehung
  • Was triggert mich?

In der kommenden Woche veröffentliche ich den Artikel „Wer bin ich oder wer möchte ich sein?“ Wenn Du magst, kannst Du dann noch etwas tiefer in das Thema einsteigen.

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Impuls 2: Qualitätszeit

Das klingt so banal. Und vielleicht denkst Du jetzt augenrollend: „Toller Tipp. Weiß ich selber, klappt nur im Alltag nicht“. Aber, es ist wirklich wichtig, sich das von Zeit zu Zeit nochmal bewusst zu machen. Hier darf man wirklich aktiv sein, sonst fällt es ganz automatisch einfach hinten runter. Es muss gar nicht das kinderfreie Wander- oder Wellness-Wochenende sein oder der ausgiebige, sinnliche Traumsex! Einfach mal einen Abend nicht in die Glotze, sondern sich gegenseitig in die Augen schauen und fragen: „Hey, wie geht es Dir?“

Sich unabhängig von Alltags-TODOs und Absprachen unterhalten. Das ist so wertvoll. Hier ein paar Anregungen für Themen:

  • „Wenn ich ein Buch schreiben würde, dann über…“
  • „Was ich gerne in diesem Leben noch lernen würde“
  • „Welche Lieblingssendung hatte ich als Kind und warum?“
  • „Was mir an meinem Leben/an meinem Job am Besten gefällt“
  • „Was Erfolg für mich bedeutet“

Ich bin vor einigen Tagen auf einen wunderbaren Adventskalender für Paare gestoßen, den ich Euch sehr ans Herz lege! Denn er bietet tolle Anregungen, Übungen und Denkanstöße für gemeinsame Zeit. Der Gründer von „Paarzeit“ Alex hat direkt zugestimmt, als ich ihn bezüglich einer Kooperation angeschrieben habe. Deshalb kommt hier meine erste bezahlte, aber absolute „von-Herzen-Werbung“: Dieser Adventskalender schafft Verbindung, indem er Euch gemeinsam wahrnehmen, genießen und lachen lässt. Er hilft Euch in der manchmal stressigen Adventszeit täglich eine kleine Qualitätszeit einzubauen und nimmt Euch sozusagen für die erste Zeit an die Hand um Eure Beziehung auch für die Zeit nach Weihnachten zu stärken.

Und „on top“ ist er sogar nachhaltig produziert.

(Hinweis: Der Link zu dem Kalender ist KEIN Affiliatelink. Es wird also nicht getrackt von welcher Seite aus Ihr diesen Link aufruft)

Paarzeit Adventskalender

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Impuls 3: Balance der Belastungen und Ressourcen finden

Jeder schreibt für sich einmal auf, was er/sie als Belastung empfindet und was als Ressource. (Einige Punkte werden auf beiden Seiten erscheinen)

Dabei ist nicht die Menge der Punkte entscheidend, weil die einzelnen Punkte ja ganz unterschiedliche Gewichtungen haben.

Anschließend geht darüber in den Austausch. Vielleicht fällt Euch hier auf, dass Ihr noch mehr Ressourcen in den Alltag einbauen dürft. Oder, dass jemand etwas als Belastung empfindet, was der andere übernehmen würde, weil er es gar nicht als so belastend empfindet.

An dieser Stelle kann es passieren, dass Ihr beginnt aufzurechnen. Doch macht Euch bewusst, dass jeder Mensch eine andere Belastbarkeit mitbringt. Es ist nicht hilfreich, wenn man genau die gleiche Menge an Arbeit und Verantwortung einfordert, die man selbst trägt. Hier darf man einfach darauf schauen wie es beiden Partnern mit der aktuellen Belastung geht.

Wenn sich ein Partner überlastet fühlt und es sich unfair verteilt anfühlt, darf und sollte man darüber natürlich in den Austausch gehen.

In meinem Artikel „Team Eltern – Wie gleichberechtigte Aufgabenverteilung gelingen kann“ lest Ihr mehr zu diesem Thema.

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Impuls 4: Hab eine Affäre mit dem eigenen Partner

Im Alltag mit Kindern Zeit für Zärtlichkeiten zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Zeit, in der es ganz ungezwungen am Sonntagmorgen um zehn entstehen kann, ist erst einmal vorbei. Sich für Zärtlichkeiten und Sex zu verabreden, klingt im Zusammenhang mit dem eigenen Partner auf den ersten Blick vielleicht unsexy oder unromantisch. Aber mit einer Affäre wäre vielleicht genau das das Prickelnde. Man hat nur kurz eine Stunde zwischen zwei Terminen Zeit und niemand denkt darüber nach, dass das jetzt unromantisch sein könnte. Man nutzt die Zeit! Intensiv! (So stelle ich es mir zumindest vor. 🙂 ) Wenn man bereit ist sich darauf einzulassen, kann das wunderbar funktionieren. Wenn Ihr nicht bereit seid, weil die Anspannung des Alltags noch viel zu hoch ist, beschäftigt Euch erstmal eine Weile mit den anderen Impulsen. Im Übrigen hilft Bewegung dabei Anspannungen los zu werden. Das gilt natürlich auch für Sex. Ist also vielleicht einen Versuch wert. Außerdem schütten wir bei Zärtlichkeiten das Bindungshormon Oxytocin aus, was uns verliebt bleiben lässt.

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Impuls 5: Kleinigkeiten mit großer Wirkung

  • Zwischendurch im Alltag, wenn man aneinander vorbei geht, dem anderen einfach mal sanft über den Rücken streichen
  • Zettelchen schreiben: „Ich wünsche Dir einen schönen Tag!“, „Danke!“ , „Ich hab Dich lieb!“, „Ich liebe Dich!“…
  • Zwischendurch einmal bewusst anlächeln

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Impuls 6: Äußerlichkeiten pflegen

Die inneren Werte zählen! JA… und nein. Zumindest bedeutet das nicht, dass unser Äußeres nicht wichtig ist. Denn unser Äußeres spiegelt auch unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden wieder. Sport zum Beispiel ist nicht wichtig, um besonders gut auszusehen, sondern um gesund zu sein und zu bleiben.

Wenn ich mich selbst nicht pflege, ist das nicht nur ein negatives Signal an mich selbst „Ich bin es nicht wert“, sondern auch an meinen Partner. Es hat auch etwas damit zu tun, ob ich meinen Partner und seine Bedürfnisse achte. (Das gilt für beide! Der Einfachheit halber schreibe ich aus Sicht der Frau!) Versteh mich nicht falsch, es geht nicht darum Dich zu verbiegen. Achte darauf, dass Du DU bleibst! Du musst Dich nicht in Spitzenunterwäsche und Highheels stecken und Dich schminken, wenn das so gar nicht Deins ist. (Wobei man das auch mal ausprobieren darf, wenn es ein großer Traum des Partners ist 🙂 Vielleicht macht so ein Schlüpfen in eine ganz andere Rolle sogar mal Spaß…)

Wir dürfen einfach darauf achten, dass unser Partner/unsere Partnerin uns nicht nur noch in Jogginghose und Schlabbershirt und mit tiefen Augenringen zu Gesicht bekommt. Wir dürfen uns gegenseitig mal überraschen und das Beste aus uns heraus holen (soweit wie es uns Freude macht).

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Impuls 7: Wofür bin ich dankbar? Was stört mich?

Eine schöne Übung ist zum Beispiel einmal aufzuschreiben wofür man in der Beziehung dankbar ist und was man am Anderen schätzt.

Aber auch, was einen stört. Mein Mann und ich haben das auch einmal aufgeschrieben und zu dem Punkt „Was stört mich“ noch hinzugefügt was wir glauben warum der Andere sich so verhält. Was dahinter steckt. Welche Berechtigung es geben könnte. Wir fanden das hilfreich, weil wir dadurch raus aus dem Vorwurf hinein ins Verständnis gekommen sind. Schaut einfach was sich da für Euch gut und richtig anfühlt.

Damit dieses Gefühl von Wertschätzung und Verständnis auch anhält, ist es hilfreich sich diese Notizen von Zeit zu Zeit durchzulesen.

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Mit Kind bleiben eine gute Kommunikation und Zärtlichkeit oft auf der Strecke. Doch sie sind beide essentiell, um sich verbunden zu fühlen. Eine Liebesbeziehung ist kein Selbstläufer. Wir dürfen sie aktiv gestalten, damit wir in gesundem Kontakt bleiben. Also suche Dir direkt wenigstens einen Punkt heraus und setze ihn um. Nicht morgen, nicht irgendwann einmal. JETZT! Starte zum Beispiel mit der Bestellung des Adventskalenders und dann plane für heute Abend die Umsetzung eines Impulses. Das tut gut und bringt Freude 🙂

Alles Liebe und ein wunderbares, authentisches Eltern sein und Paar sein für Euch! ❤️ 🧡 💛 💚 💙 💜

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