Gefühle: Warum es als Eltern besonders wichtig ist sich seiner Gefühle bewusst zu sein

Gefühle: Warum es als Eltern besonders wichtig ist sich seiner Gefühle bewusst zu sein

Die eigenen Kinder triggern die komplette Gefühlspalette. Nicht nur Gefühle wie Freude, Dankbarkeit und Liebe, sondern auch zum Teil starke Wut. Dass man mal genervt ist von seinen Kindern, kann man sich, bevor man Eltern wird, noch gut vorstellen. Aber, dass im Zusammensein mit unseren Kindern auch sehr negative Gefühle zutage kommen können, ist eigentlich unvorstellbar, bevor man es nicht selbst erlebt hat.

Doch Schuld oder verantwortlich sind unsere Kinder niemals für unsere negativen Gefühle!

Sie legen ihre kleinen Finger genau in die Wunden, die wir lange versucht haben zu verstecken. Wenn wir da nicht ehrlich hinschauen können und uns die Trennung von Auslöser, Ursache und Gefühl nicht gelingt, werden sowohl wir selber, als auch unsere Kinder darunter leiden.

Deshalb: Werde Dir Deiner Gefühle bewusst!

Werde Dir bewusst über Deine Vergangenheit, Deine Ängste, Blockaden und Erwartungen.

Hast Du zum Beispiel in Deiner Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass Deine Grenzen nicht respektiert wurden, kann ein ganz natürliches kindliches Verhalten Dich völlig wahnsinnig machen. Der Schmerz über die Grenzüberschreitung der Vergangenheit wird dann in Situationen ausgelöst, in denen Dein Kind Deine Grenze nicht achtet.

Bist Du Dir nun Deiner Erfahrungen der Vergangenheit nicht bewusst, kann es passieren, dass Du in diesem Moment all Deinen unverarbeiteten Schmerz über Deinem Kind ausschüttest.

Die Reflexion und Erkenntnis ist die wichtigste Grundlage, um mit Deinen Gefühlen sozialverträglich umzugehen.

Vielleicht trägst Du durch negative Erfahrungen Deiner Vergangenheit auch ein Gefühl von Ohnmacht oder Unterlegenheit mit Dir herum. Das kann dazu führen, dass Du ein übersteigertes Macht- und Geltungsbedürfnis hast. Dies wirkt natürlich auch in der Beziehung zu Deinem Kind.

Was hast Du für Glaubenssätze zum Thema Gefühle?

Vielleicht hast Du als Kind auch die Erfahrung gemacht, dass Du verurteilt wurdest, wenn Du traurig warst und „gejammert“ hast.

Negative Gefühle auszuhalten ist nicht einfach.

Deshalb kann es sein, dass Deine Eltern versucht haben Deine negativen Gefühle sofort zu unterbinden. Dich abzulenken oder Dinge zu sagen wie: „Nun ist aber gut. Stell Dich nicht so an“.

Das Mantra „Alles gut!“ höre ich zum Beispiel oft aus dem Mund von Eltern, Großeltern oder Erziehern. Das soll beruhigen und den Fokus auf das Positive lenken, kann aber auch folgende Glaubenssätze entstehen lassen:

  • „Ich kann nicht auf mein Gefühl vertrauen“
  • „Negative Gefühle sind nicht erwünscht.“
  • „ICH bin so nicht erwünscht.“

Denn, wenn ich gerade Schmerzen habe oder z.B. durch eine Trennungssituation sehr traurig bin, sagt „Alles gut“ nicht: „Ich sehe Dich! Ich fühle mit Dir!“, sondern: „Da ist nichts. Beachte Dein Gefühl nicht. Dein Gefühl ist nicht angemessen. Ich nehme Dich nicht ernst.“

Mit diesen Glaubenssätzen wirst Du auch nicht gut mit den negativen Gefühlen Deines Kindes umgehen können. Du wirst sie einfach weg haben wollen, so wie Du es bei Deinen eigenen Gefühlen auch gelernt hast.

Zugang zu den eigenen Gefühlen: Fühlen statt Affekt-Gefühle

Ich habe immer geglaubt, dass ich einen guten Zugang zu meinen Gefühlen habe. Ich habe schließlich keine Probleme damit intensive Freude oder auch große Wut zu empfinden. Bis mich ein Coach mal darauf hinwies: Es gibt einen Unterschied zwischen Affekt-Gefühlen und dem wirklichen Fühlen. Mir war zwar schon lange bewusst, dass zum Beispiel hinter meiner Wut vielmehr Trauer und Enttäuschung steckt, aber FÜHLEN konnte ich diese wahren Gefühle dahinter oft noch gar nicht.

Mittlerweile spüre ich auch das Gefühl der Traurigkeit über fehlende Wertschätzung, fehlende Anerkennung oder das Gefühl der Ohnmacht bei grenzüberschreitendem Verhalten.

Der Weg dahin geht über Bewusstwerdung, Verständnis und Anerkennung.

Mit Hilfe meiner MamaKraftFormel helfe ich Dir gerne in vier Phasen zu einem besseren Zugang zu Deinen Gefühlen und somit zu einem entspannteren Umgang mit Alltagssituationen.

In meinem kostenlosen Onlinekurs „Entfalte Deine MamaKraft“ erkläre ich Dir die vier Phasen meiner MamaKraftFormel:

www.mamakraftquelle.de/gratisonlinekurs

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