Mutter-Kind-Kur: 5 erprobte Tipps wie Du die Wartezeit überstehst

Mutter-Kind-Kur: 5 erprobte Tipps wie Du die Wartezeit überstehst

Hast Du eine Mutter-Kind-Kur beantragt und erst in vielen Monaten einen Platz bekommen? Oder möchtest Du eine beantragen, aber hast das Gefühl, dass die Aussicht auf eine monatelange Wartezeit Dich noch mehr erschöpft? Gerade jetzt, wo wir alle über Wochen 24/7 mit unseren Kindern zusammen sind, haben sicher sehr viel mehr Familien als sonst Bedarf an einer Eltern- oder Mutter-Kind-Kur. Das macht die Wartezeiten natürlich nicht besser.  

In diesem Blogbeitrag gebe ich Dir 5 Tipps, wie Du Deinen Alltag nicht nur wieder erträgst, sondern ihn Stück für Stück wieder mit Kraft und Freude leben kannst. 

Als wir eine Eltern-Kind-Kur beantragt haben, mussten wir fünf Monate warten, weil vorher nichts frei war. Für eine Klinik am Meer hätten wir sogar noch länger warten müssen. 

Ich fühlte mich allein gelassen. 

Denn ich brauchte schließlich genau JETZT Hilfe. Aber die Hilfe war gefühlt Lichtjahre entfernt.
Unser Haushalt versank im Chaos und ich weinte viel. So konnte es nicht weitergehen! Also musste ich irgendetwas tun. Für MICH! Wenn Du jetzt das Gefühl hast, dass Du niemals noch irgendein weiteres TODO auf Deiner Liste erträgst, verspreche ich Dir: 

Du kannst das schaffen! Und es ist nicht so anstrengend wie Du es Dir jetzt vielleicht vorstellst!

Entspannung ohne Mutter-Kind-Kur

Meine 5 ultimativen Tipps, um auch ohne Mutter-Kind-Kur wieder Kraft zu tanken

1. Nimm Dir täglich kleine Atempausen

Nutze Momente, in denen Deine Kinder gerade friedlich spielen, auf der Toilette sitzen, schlafen oder in denen sich Papa kümmert. Nicht für den Haushalt, sondern für Dich! Atme tief in den Bauch und wiederhole in Gedanken stärkende Worte oder einen Satz, der Dir Kraft gibt. Wenn Du das immer wieder auch nur für 1-2 Minuten machst, wirkt das nach und nach wie eine Umprogrammierung. Und so kommst Du weg vom erschöpfenden Hamsterrad, hin zu Kraft und innerer Ruhe. Hilfreich kann hier auch eine Meditations- oder Atemapp sein.

Ich habe in der Wartezeit auch lange eine Wunscherfüllungsmeditation gemacht, die mir sehr gut getan hat. Während dieser Meditation habe ich einen entspannten Umgang mit unserer Tochter visualisiert, die zu der Zeit sehr viel gemeckert und geschrien hat und nach kurzer Zeit wurde die Stimmung deutlich entspannter. Alan Fields von der Ohrinsel bietet zum Beispiel so eine Meditation kostenlos auf YouTube an.

2. Stell Dein „inneres Radio“ mal auf einen anderen Sender!

Was läuft da den ganzen Tag für ein Programm in Deinem Kopf? Was führst Du für Selbstgespräche und wie denkst Du über andere?

Sagst Du innerlich Dinge zu Dir wie:

“Ich Trottel, habe ich das schon wieder vergessen! 

Ich kann das nicht!

Ich bin einfach zu faul!

Ich bin unsportlich!

Ich bin dick!

Ich bin zu blöd!

Das konnte ich noch nie gut!” usw?

Und denkst Du im Alltag oft über andere: „Der Vollidiot! Die blöde Kuh grüßt auch nie. Kann der/die nicht mal aufpassen! …“ ?

Laura Malina Seiler nennt diese negativen Gedanken humorvoll „Bullshit FM 98.8“.

Dass solche Gedanken nicht gerade stärkend sind, brauche ich wahrscheinlich nicht zu sagen, oder?! Ich tue es trotzdem: 🙂

All diese Gedanken ziehen Dich herunter und rauben Dir Kraft! Und vor allem formt sich aus diesen Gedanken Deine Realität! Stichwort: selektive Wahrnehmung.
Außerdem:

Was Du denkst, bist Du! Was Du bist, strahlst Du aus und was Du ausstrahlst ziehst Du an

Buddha

Schreibe Dir ein paar positive Sätze auf und häng sie Dir zum Beispiel an den Spiegel oder an den Kühlschrank. Oder lege sie Dir auf Dein Kopfkissen und lies sie jeden morgen und jeden Abend durch.

3. Vergebe! Dir selbst und anderen!

Warum? Weil es DIR damit besser gehen wird! Weil innerer Frieden und somit Entspannung sich nur einstellen können, wenn Dich Ärger, Groll und Hass nicht gefangen halten.

Ich weiß, das ist nicht leicht. Bei tiefen Verletzungen und Traumata aus der Kindheit widerstrebt Dir Vergebung wahrscheinlich erstmal gewaltig. Aber beginne einmal bei den kleinen Themen des Alltags. Werde aufmerksam für Situationen, in denen Du andere verantwortlich dafür machst, wenn etwas nicht so läuft, wie Du es Dir gewünscht hast. Vor allem, wenn Dich der Ärger darüber noch über Stunden oder sogar Tage begleitet. Dir wird wahrscheinlich auffallen: nicht jede Situation, über die Du Dich ärgerst ist es wirklich wert, sie als schlechtes Gefühl mit Dir herum zu tragen.

Deshalb: Vergebe der Bäckerin, dass sie unfreundlich war, vergebe einer Bekannten, dass sie nicht gegrüßt hat oder dabei nicht gelächelt hat, vergebe Deinem Partner, dass er nie das Bad putzt, vergebe Deinen Kindern ALLES 🙂 und vergebe vor allem Dir selbst, dass Du vielleicht zum dritten Mal vergessen hast das Theatergeld im Kindergarten abzugeben.

Wir alle sind nur Menschen, alle mit ihren Themen, Ängsten, Unsicherheiten… Wir alle dürfen Fehler machen und sollten uns dafür nicht ständig gegenseitig verurteilen. Eine Grundhaltung des Wohlwollens lässt Dich Deinen Alltag viel entspannter erleben. Das bedeutet nicht, dass Du Ärger und Wut verdrängen sollst. Auch diese Gefühle gehören zum Leben dazu und sollten beachtet und erlebt werden. Es geht nur darum darauf zu achten, dass die negativen Gefühle nicht Deinen Alltag dominieren.

Wenn Dich das Thema Vergebung interessiert, kannst Du in meinem Artikel Vergebung – warum sie für Dein Wohlbefinden wichtig ist und wie Du es schaffst zu vergeben, mehr darüber lesen.

4. Schau Dir Videos an oder lies Bücher, die Dich positiv für`s Leben anregen.  

Bei YouTube gibt es eine große Auswahl an Videos über Persönlichkeitsentwicklung, Liebe, Glück usw, die positive Gefühle auslösen und Dich bereichern können. Viele verschiedene Redner findest Du zum Beispiel bei GEDANKENtanken

Auch Videos von lachenden Menschen sind wunderbar, denn sie sind ansteckend und lachen gibt Kraft.

Das mit den Büchern ist zugegebenermaßen nicht soo leicht, wenn Du Romane, statt Sachbücher über Persönlichkeitsentwicklung lesen möchtest. Aber achte vielleicht einmal darauf, dass die Bücher, die Du liest überwiegend positiv sind und Du nicht regelmäßig in Welten voller Leid eintauchst. Wenn Du einen Buchtipp hast, schreibe ihn gerne in die Kommentare 🙂

5. Bewege Dich so viel wie möglich.

Auch oder besonders, wenn Du das Gefühl hast viel zu erschöpft zu sein, sorge durch Bewegung dafür, dass all Deine Organe gut durchblutet werden.

Nimm die Treppe, statt den Fahrstuhl.

Statt auf dem Spielplatz auf der Bank zu sitzen und Dich zu entspannen, entspanne Deinen Körper und Deinen Geist indem Du ein kleines Workout einlegst. Nutze zum Beispiel eine Stufe als „Steppbrett“.

Bevor Du morgens unter die Dusche steigst, mache mindestens 15 Kniebeuge.

Wenn Du Deine Muskulatur stärkst und durch Dehnung entspannst, stärkst und entspannst Du auch Deine Psyche. Deine äußere Haltung beeinflusst Deine innere Haltung.

Klammere Dich nicht an die Vorstellung, dass die Mutter-Kind-Kur Deine Rettung ist.

All die oben genannten Punkte sind auch nach und während der Mutter-Kind-Kur wichtig! Nicht die Kur wird Dich retten, sondern Du selbst! Indem Du Selbstfürsorge in Deinen Alltag integrierst, Deine eigenen Bedürfnisse beachtest und Dich selbst wertschätzt.

Du musst nicht alles sofort umsetzen. Nimm Dir z.B. erstmal zwei Punkte heraus und integriere sie in Deinen Alltag.

Du wirst bald spüren: Die Kraft ist in Dir!

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Gabriele

    Wieder ein sehr schöner Beitrag. Viele Mamas hängen gerade in dieser Warteschleife und die Tipps sind sehr wertvoll für diese Zeit. Meine Erfahrung als Therapeutin in einer Kurklinik zeigt, Mütter die schon vor der Kur diese Hilfestellungen im Alltag einbauen, können sich in der Kur intensiver mit Strategien zur Stressbewältigung auseinandersetzen. Für Alltagsprobleme finden sie schneller nachhaltige Lösungen. Und es sind die Mütter, die schneller „ankommen“, also weniger Zeit zur Eingewöhnung in den Kuralltag benötigen. Meine Aussagen beziehen sich dabei auf meine Beobachtungen.
    Ich wünsche allen Mamas in dieser Zeit die Kraft und die Motivation dazu. Verlieren Sie trotz allem nicht Ihre Vorfreude auf eine Kur. Sie wird kommen und mit ein bisschen Vorbereitung, den hilfreichen Strategien aus der mamakraftquelle, werden Sie Ihre Kurzeit dann sehr gut nutzen können.

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