Impulse für Unterstützung im Lockdown Teil 3

Impulse für Unterstützung im Lockdown Teil 3

1. Ätherische Öle

Gerüche haben einen direkten Einfluss auf unser Befinden. Verschiedene ätherische Öle können die Stimmung heben, die Konzentration oder Entspannung fördern.

  • Lemongras (erheiternd, belebend)
  • Mandarine (schenkt Gelassenheit, stimmungsaufhellend)
  • Rose (stimmungsaufhellend, harmonisierend)
  • Orange (erheiternd)
  • Bergamotte (erheiternd)
  • Lavendel (beruhigend, antidepressiv)
  • Grapefruit (motivierend, stimmungsaufhellend)
  • Zitrone (konzentrationsfördernd, stimmungsaufhellend)
  • Melisse (beruhigend und angstlösend)
  • Pfefferminze (vitalisierend)

Je nachdem welche persönlichen Erlebnisse Deine Kinder und Du mit den Gerüchen verbindet, können diese natürlich auch eine ganz andere Wirkung haben. Schaut da selbst was für Euch passt.

2. Die Herzbox

Eine sehr schöne Inspiration, die ich von Mira (und das fliegende Haus) habe, ist die Herzbox.

In die Herzbox könnt Ihr, wenn Gefühle auftauchen, entsprechende Kärtchen oder Plättchen stecken und Euch abends im Bett über die Gefühle, die Ihr heute hattet unterhalten.

So bekommen alle Gefühle Raum und werden gehört, was die Verarbeitung von aufwühlenden Situationen erleichtert.

Gebe Deinen Kindern eine Box, in deren Deckel Du einen Schlitz geschnitzt hast. Sie können die Box ganz nach Belieben verzieren. Entspanne Dich in der Zeit! Das muss nicht groß angeleitet werden. Die Box muss am Ende auch keinen Preis gewinnen. Unsere ist einfach nur ungleichmäßig rot angemalt und hat Flecken, die Plättchen sind verknickt. Macht nichts!! Anspruch los lassen 😉

Unsere perfekt unperfekte Herzbox 🙂

Schnelle Alternative, falls Deine Kinder noch nicht alleine basteln können:

Nimm einen Briefumschlag und zerteile einfach DIN A 4 Blätter in 4 Teile und schreibe die Gefühle auf die Papiere. Deine Kinder können den Umschlag und die Papiere dann einfach noch ein bisschen „bekritzeln“.

Wenn es im Alltag dann doch irgendwie wieder in Vergessenheit gerät, ist das eben so. Stellt die Box dort auf, wo Ihr Euch am Meisten aufhaltet und wenn Ihr dran denkt, macht es, wenn nicht, dann nicht… Hauptsache keinen neuen Erwartungsdruck aufbauen!

Hier kannst Du Deinen Kindern die original Anleitung von Mira zeigen. https://www.instagram.com/tv/CK8WrYhKAGU/

Das sind auch nochmal 5 Minuten, in denen Du atmen kannst oder mit lauter Musik und ganz im Moment die Wäsche falten kannst (…oder sie ungefaltet in den Schrank stopfen kannst 😉 Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen 🙂 )

3. Pizzaspiel/Massage

Kennt Ihr bestimmt… Einer legt sich hin und ist die Pizza, der/die andere knetet den Teig (Rücken), rollt den Teig aus, verteilt Tomatensauce, belegt mit Mais, Brokkoli, Zwiebeln… Käse. Dann Pizza in den Ofen schieben: bruzzel… bruzzel… in kleine Stücke schneiden und aufessen. Das können Deine Kinder auch bei Dir machen und Du legst Dich einfach hin und genießt die „Massage“.

Ihr könnt Euch auch gegenseitig mit einem Igelball massieren.

4. Hände ausschütteln

Entspannt und macht Freude. Stellt Euch vor Ihr schüttelt irgendetwas Lustiges aus Euren Händen heraus. Z.B. lauter Murmeln oder Gummibärchen… Euren Kindern wird bestimmt etwas Lustiges einfallen 🙂

5. Überkreuzübungen

Durch die Synchronisation beider Gehirnhälften können diese Übungen Stress lösen, die Konzentration fördern und Ängste lösen.

  • Liegende Acht mit den ausgestreckten Armen malen. Erst mit links, dann mit rechts, dann mit beiden Armen zusammen und auch mal mit den Beinen…
  • Krabbeln – um die Wette oder beim Hund, Katze, Löwe, Pferd spielen…
  • Klatschspiele (Im Wechsel in die eigenen Hände und dann die ebenfalls rechte bzw linke Hand des Gegenübers, sprich über Kreuz klatschen) Ein kleiner Bewegungsreim von mir, in dem das Überkreuzklatschen vorkommt:
Pi pa patsch 
Wir machen gerne Quatsch 
Di del da del dum 
Wir machen uns jetzt krumm 
Küssen erst das rechte Knie  
Das schenkt uns neue Energie 
Küssen dann das linke Knie 
Das schenkt uns wieder Harmonie 
Zum Abschluss kommt das Beste 
Umarmen wir uns feste

Bis zum Wort „krumm“ wird jedes „Wort“ (auch z.B. „pi“) geklatscht. Versucht es mehrmals hintereinander zu machen und immer schneller zu werden 🙂

6. Menschen treffen

Wie Moment… das ist ja verboten. Nein, nicht ganz. Wir dürfen auf Spielplätze und in die Natur (und ja sogar Besuch von einzelnen Personen bekommen). Bei aller Vorsicht vor diesem Virus, sollten wir auch aufpassen nicht schwer an Krankheiten wie Depressionen etc zu erkranken. Wenn Deine Kinder ihre Freunde vermissen, sollten sie diese irgendwie treffen. Im Wald, auf dem Spielplatz, beim Rodeln oder über Zoom. Natürlich wird es nicht das Gleiche sein, aber wir dürfen es uns so erträglich wie möglich machen! Denn, wenn ich das mal so dramatisch formulieren darf: auch Depressionen können tödlich enden. Also sollten wir immer die Waage halten und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen dafür sorgen, dass wir nicht vereinsamen!

Ideen für Kinderzoommeetings:

  • Laute Musik anmachen und gemeinsam tanzen
  • Einer macht eine Bewegung vor, die anderen machen sie nach
  • sich gegenseitig zeigen was man mit Bauklötzen o.ä. gebaut hat. Je nach Veranlagung kann es natürlich sein, dass hier eher Traurigkeit entsteht, weil man das nicht gemeinsam erleben kann, aber vielleicht macht es auch riesen Spaß den Freunden so zu zeigen was man gemacht hat. Die Kinder, mit denen ich regelmäßige Zoomtreffen veranstalte lieben es mir etwas aus ihrem Zuhause zu zeigen.
  • Eine Mama/ein Papa/ein älteres Geschwisterkind liest für alle Kinder etwas vor, während die anderen Eltern sich entspannen
  • Kleine sportliche Wettkämpfe organisieren: wer macht die meisten Hampelmänner in 1 Minute, wer springt häufiger vor- und rückwärts über ein auf dem Boden liegendes Seil, Zollstock o.ä. , wer kann länger wie ein Frosch hüpfen, wer kann länger auf einem Bein stehen ohne umzufallen

Wenn Ihr Euch jemanden wünscht, der solche Zoommeetings anleitet, meldet Euch (hallo@mamakraftquelle.de). Auf Spendenbasis kann ich sowas organisieren.

7. Wahrnehmungsübung

Einer liegt ausgestreckt auf Rücken oder Bauch und schließt die Augen. Die andere Person legt vorsichtig einen zuvor gewählten Gegenstand irgendwo auf dem Körper ab. Die liegende Person sagt, wenn sie etwas spürt und wo sie es spürt. Beginnen kann man mit einem etwas schwereren Gegenstand und kann dann aber auch z.B. mal ein Chiffontuch ausprobieren.

Wichtig: Bei all den Übungen darfst auch Du als Mama mal genießen und fühlen! <3

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