Wer bin ich oder wer möchte ich sein?

Wer bin ich oder wer möchte ich sein?

Ich bin Mama. Natürlich nicht nur. Ich bin auch Familienmanagerin, Beschützerin, Wäschefrau, Köchin, Bäckerin, Hinterherräum-Tante, Geschichtenerzählerin, Tränentrocknerin, Boxsack, Mutmacherin, Monsterjägerin, Sängerin, Blitzableiter, Eventmanagerin… puh… Also… „Mama“ hat es doch ganz gut zusammen gefasst, oder?!

Das ist so viel… Ich möchte weniger sein müssen und doch frage ich mich: War ich nicht mal viel mehr? Mehr „ich selbst“ vor allem!?

Manchmal (oder besser oft?!) passiert es, dass wir im Alltag irgendwie uns selbst vergessen. Unsere eigenen Bedürfnisse, unsere Träume, unsere Visionen und Kraftquellen. Immer mehr Spannung sammelt sich in uns an, die sich dann mehr und mehr im Umgang mit den Menschen, die wir eigentlich lieben, entlädt.

Vom Außen ins Innen

Im Alltag befinden wir uns oft im Außen. Wir nehmen wahr, was uns an Anderen stört und was wir uns anders wünschen.

Doch bevor wir beginnen z.B. mit unserem Partner zu reden und Lösungen für unsere Beziehungen zu suchen, dürfen wir mit uns selbst reden.

(Impulse für Deine Paarbeziehung findest Du in meinem Artikel Eltern sein – Paar bleiben: 7 Impulse für den Alltag„)

Denn die Qualität unserer Beziehungen hat ganz viel mit unseren eigenen Glaubenssätzen zu tun.

Was Du denkst, bist Du

Was Du bist, strahlst Du aus

Was Du ausstrahlst, ziehst Du an

Buddha

Also, was denkst Du über Dich?

Welche der folgenden beispielhaften Glaubenssätze klingen in Dir an?

  • Ich bin gut wie ich bin
  • Ich bin Willkommen
  • Ich darf mich abgrenzen
  • Ich bin geliebt
  • Ich bin wertvoll
  • Meine Bedürfnisse sind wichtig
  • Ich genüge nicht
  • Ich muss funktionieren
  • Ich falle zur Last
  • Ich bin schuld
  • Ich bin nicht wichtig
  • Ich muss mich zurück nehmen

Was hat man vielleicht in Deiner Kindheit häufig zu Dir gesagt?

Es ist hilfreich für unseren Alltag sich bewusst zu sein was wir selbst über uns denken. Denn diese Gedanken lösen regelmäßig Gefühle in uns aus, die viel weniger mit dem Außen, als vielmehr mit uns selbst zu tun haben.

Beginne einmal Deine negativen Glaubenssätze zu hinterfragen: Ist das wirklich so? Wo kommen diese Gedanken her? Kannst Du sie vielleicht wieder zurückgeben (innerlich/in Gedanken)?

Wer möchtest Du sein?

Dann überlege: Wie wünschst Du es Dir anders?

Schreibe einmal auf wie Du Dich fühlen möchtest, wie Du sein möchtest.

Zum Beispiel:

  • Ich fühle mich stark
  • Ich fühle mich geliebt
  • Ich fühle mich wertvoll
  • Ich bin fröhlich und gelassen

Und dann schreibe einmal all Deine Interessen, Visionen und Träume auf. Vor allem all jene, die Du vor dem Muttersein hattest. Überprüfe, welche noch zu Dir gehören oder welche Du wieder mehr leben möchtest. Und dann schau mal wie Du sie hier und da in Deinen Alltag integrieren kannst.

Denke darüber nach was Dir wichtig ist und was Du brauchst. Und schreibe Dir das auf!

Denn alles, was wir aufschreiben, werden wir viel eher in die Tat umsetzen. Vor allem, wenn wir es per Hand schreiben, verinnerlicht es sich in unserem System.

Die Aufzeichungen darfst Du immer wieder hervor holen und auch ergänzen. Die Entwicklung unseres Selbst ist ein lebenslanges Projekt. Wir dürfen immer wieder schauen: wer bin ich und wie möchte ich sein?

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